SÄCHSISCHES DRUCKGRAFIK-SYMPOSION HOHENOSSIG

Das KÜNSTLERHAUS HOHENOSSIG veranstaltet seit 1991 einmal im Jahr
in Zusammenarbeit mit dem Bund Bildender Künstler Leipzig
das Sächsische Druckgrafik-Symposion mit internationaler Beteiligung.

Es wurde gefördert vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland,
dem Freistaat Sachsen, dem Kulturraum "Leipziger Raum", dem Kulturamt
der Stadt Leipzig, der Stiftung GOLART-München, der Sächsischen Kulturstiftung
Dresden, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Delitzsch-
Eilenburg, der Sparkasse Leipzig und von weiteren privaten Sponsoren und
Sponsoren aus der Wirtschaft.
Das Symposion dient der Förderung der Kunst und Kultur im Land Sachsen.
Es soll verschiedene Handschriften und künstlerische Auffassungen in Form
einer intensiven Künstler-Arbeitsbegegnung an Hand der druckgrafischen
Möglichkeiten "zu Blatt" bringen. Fünf Künstler treffen sich (möglichst: zwei aus
Sachsen, zwei aus den alten Bundesländern und ein Ausländer) in den
Druckwerkstätten in Hohenossig und arbeiten vier Wochen lang miteinander im
druckgrafischen Metier. Sie nutzen gemeinsam und intensiv die sich bietenden
druckgrafischen Möglichkeiten. So leistet diese Arbeitsbegegnung ihren Beitrag,
in die Arbeits- und Denkweise des anderen einzutauchen, Standpunkte zu
erhellen und Grenzen aufzulösen. Im Hinblick auf die Öffnung zu Europa wird ein
Zusammenwachsen und Verstehen der Kulturlandschaften innerhalb Deutschlands
und über die Grenzen hinaus angestrebt, es wird deshalb versucht, mehr
osteuropäische Künstler als Teilnehmer am Symposion einzubeziehen.

Seit dem ersten Symposion, 1991, beteiligten sich bereits 110 Künstler.
Sie kamen aus Österreich, Dänemark, Frankreich, der Schweiz, Polen,
Tschechien, Litauen, Lettland, den USA, Korea, Argentinien, Kroatien, Chile,
Belgien, Israel, Afghanistan und Deutschland.
In ländlicher, ruhiger Atmosphäre des Künstlerhauses wird in den Techniken

der Radierung an drei großen Krause-Radierpressen und des Holz- bzw.
Linolschnittes an einer wunderschönen, aus dem 19.Jahrhundert stammenden
Kniehebelpresse, sowie mit der Hayter-Technik (Viskositätsdruck) gearbeitet.
Die Arbeitsthemen sind frei oder sie werden von den teilnehmenden Künstlern

gemeinsam festgelegt. Eine sechsköpfige Jury entscheidet Anfang eines jeden
Jahres anhand von eingesendeter Originalgrafik über die jeweiligen Teilnehmer.
Über die Arbeit während des Symposions wird eine Arbeitsdokumentation

in Form eines Kataloges hergestellt.
Ebenfalls geben die Symposions-Veranstalter eine Grafik-Edition mit den

beteiligten Künstlern heraus, welche als bleibender Wert an die fördernden
Kulturinstitutionen vergeben werden und gleichzeitig als Dank an die Sponsoren
fungieren.
Außerhalb der regulären Ausstellungen jedes Jahr in der "Galerie im

Hörsaalbau" der Universität Leipzig wurde das Symposion bereits in München
(1994), im Regierungspräsidium Leipzig (1994), in Bremen (1996), im Museum
Eilenburg (1996), in Krakau (1998) und Riga (2003) erfolgreich vorgestellt.
Als Höhepunkt der bisherigen Ausstellungstätigkeiten galten die Ausstellungen

im Jahr 2001 anläßlich des 10-jährigen Jubiläums des Symposions
im "Ausstellungszentrum Krochhaus" der Universität Leipzig und in der
Königlichen Bibliothek in Brüssel. Es wurden 85 Arbeiten der letzten 10 Jahre
von 51 am Symposion teilnehmenden Künstlern aus 9 Ländern gezeigt.
Ein Katalog mit farbigen Abbildungen und Text in französisch und flämisch
wurde mit Hilfe des Kulturamtes Leipzig und der Königlichen Bibliothek Brüssel
erstellt.

Durch die Einzigartigkeit der Kupferdruck-Werkstatt in der Region in und um
Leipzig und durch 23 Jahre kontinuierliche Arbeit und Qualität des Symposions
und ein immer größer werdendes Künstler-Interesse hat die kulturelle
Bedeutung des Sächsischen Druckgrafik-Symposions über die Region hinaus eine
ständig steigende Tendenz.

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